Yoseikan Informationen
„ Ich beobachtete einmal einen Künstler, der mit einer etwa 8 Meter langen Peitsche trainierte, an deren Ende ein Messer befestigt war.
Der Mann versuchte das Messer in einen Baum hineinzupeitschen, der vor ihm stand. Der Baum war alt und solide und hätte jemand versucht, das Messer mit bloßen Händen in den Stamm hineinzustechen, wäre er wohl kaum mehr als einige Millimeter in die rauhe Borke eingedrungen. Zu meiner größten Überraschung gelang es dem Peitschenkünstler das Messer mehrere Zentimeter tief in den Stamm hineinzuschlagen, so dass man es kaum mehr herausziehen konnte!
Nach dieser verwirrenden Erfahrung versuchte ich die Wellenbewegung nachzuahmen, die der Mann zu jedem Peitschenschlag machte. Als es mir gelang dieses Prinzip bei Schlag- Wurf-, Hebel- und Waffentechniken anzuwenden, vermochte ich die Kraft dieser Techniken erheblich zu steigern.
So lassen sich mit Hilfe des Wellenprinzips Hunderte von Techniken mit und ohne Waffen entwickeln.
Das Yoseikan Budo ist keine Synthese von verschiedenen Disziplinen, sondern eine eigenständige Kampfkunst, welche auf dem Prinzip der Energiegewinnung mit Hilfe der Schwungkraft der Wellenbewegung basiert.“
Meister Hiroo MOCHIZUKI,
Begründer des Yoseikan Budo

Meister Hiroo MOCHIZUKI, Begründer des Yoseikan Budo, ist einer der höchstgradiertesten Kampfkunst-Meister der Welt: 3. Dan Judo, 7. Dan Karate, 7. Dan IAI, 8. Dan Ju-jitsu, 8. Dan Aikido.
ist eine sehr komplette, vielseitige Kampfkunst japanischen Ursprungs, welche auf der systematischen Anwendung der Schwungkraft des Wellenprinzips beruht.
Yoseikan Budo beinhaltet verschiedene Teilbereiche, in denen sich Fortgeschrittene spezialisieren können.

Die Kunst der Schlagtechniken und Würfe. Schlagtechniken sind die ideale Basis einer jeden wirksamen Selbstverteidigung.
Die Kunst der Waffentechniken.
Im Yoseikan kommen Waffen verschiedener Länge zur Anwendung.
Außer Messer, Knüppel, Schwert gibt es auf den höheren Stufen sämtliche Waffen des klassischen Kobudo.

Die Kunst der Selbstverteidigung.
Schläge, Hebel, Würfe werden als wirksame Selbstverteidigungsmethode gebraucht.

Die Energie von Zentrifugal- und Schwungkraft wird in meist kreisförmigen Bewegungen mittels Hebel am Gegner angebracht.
Die Reitkunst der alten Samurai im modernen Gewand: Schwertkampf, Bogenschießen, Speerwerfen usw. auf dem Rücken des Pferdes .
* zur Zeit nicht in Luxemburg angeboten
Neben diesen rein martialischen Bereichen bietet das Yoseikan zusätzlich eine neue, revolutionäre Fitness-Methode, das:
Die Bewegungen und Reflexe der Selbstverteidigung kombiniert mit rhythmischer Musik: eine moderne, wissenschaftlich untermauerte Methode für Fitness, Wohlgefühl, Stressabbau und neues Körperbewusstsein.
![]() YO |
Nahrung für die Seele (= Erziehung, Wissenserwerb) |
SEI |
Aufrichtigkeit seinem Gewissen gegenüber, Gerechtigkeitssinn |
![]() KAN |
Ort der Versammlung, Haus, Schule |
![]() BU |
Krieg; aber auch:
|
![]() DO |
der (geistige) Weg |
Sinnbild der Perfektion, nach der der Mensch strebt, ohne sie jemals erreichen zu können. Der Bruch des Kreises (rechte Bergspitze) weist daher auf die notwendige Bescheidenheit hin, die man sich auferlegen sollte.
Im Kreis befinden sich 3 Teile:
(orangerot): Sauerstoff, die lebensnotwendige positive Umgebung, Licht, Freude
(weiß): Element Erde, Stabilität, Reinheit, Ehrlichkeit in Gedanken und Tun, Solidarität mit den Mitmenschen
(blau): Anpassungsfähigkeit, Ruhe, Handlung, Hoffnung. Das Wasser wird bewegt durch die Schwungkraft der Welle, Grundprinzip des Yoseikan Budo
Ähnlich wie bei den Samuraï des mittelalterlichen Japan, richtet sich Meister Mochizuki streng nach technischer Wirksamkeit und Vielseitigkeit. Ziel dieses klassischen Vorbildes war die Schaffung eines perfekten Allroundkampfkünstlers, der sich sowohl mit als auch ohne Waffen in jeder Situation zurechtfindet. Dies implizierte ein dauerndes Streben nach mehr Effizienz, eine nie endende Suche nach Perfektion und genau dieser Vorstellung entnimmt das Yoseikan Budo eine seiner Grundeigenschaften, die es von den allermeisten anderen Kampfkünsten unterscheidet: es ist anpassungsfähig, es evoluiert, passt sich dauernd der sich wandelnden Realität an, strebt dabei nach einerseits größerer Wirksamkeit im Kampf, andererseits größerer Sicherheit im Hinblick auf die Gesundheit der Ausübenden.
So wurden beispielsweise die Techniken auf Grund der zeitgenössischen Erkenntnisse der Biomechanik von Meister Mochizuki so abgeändert, dass sie optimale Wirksamkeit erbringen ohne dabei langfristig gesehen negative Auswirkungen auf den Körper des Praktikanten zu haben.
Desweiteren wurden Pädagogik und Philosophie den heutigen Gegebenheiten angepasst. Größte Wichtigkeit wird Begriffen wie persönliche Kreativität und gegenseitiger Hilfe beigemessen, was sich wiederum positiv auf Lebenseinstellung, Denkweise und Umfeld des Praktikanten auswirkt.
Yoseikan Budo ist die gelungene Verknüpfung von traditioneller Kampfkunst und moderner Lebensweise.
Im Yoseikan Budo wird die sportliche Auseinandersetzung nicht als eigenständiges Ziel verfolgt, sondern eher als Etappe des Schülers angesehen. Der Wettkampf fördert Ausdauer, Zähigkeit, Entschlossenheit, Mut und Einsatzbereitschaft. Er stärkt den Willen, verbessert Timing und Distanzgefühl und ist ein gutes Training zur Selbstverteidigung. Die Erfahrung zeigt, dass jede Kampfkunst, die auf eine freie Form der körperlichen Auseinandersetzung verzichtet, mit der Zeit an Wirksamkeit und Realitätsgefühl einbüßt.
Im Yoseikan Budo besteht der Wettkampf aus verschiedenen Runden, die alle vom Kämpfer beherrscht werden müssen:
Hier gibt es gleich mehrere Möglichkeiten, von denen eine durch Zufall ausgewählt wird:
Eigens entwickelte Übungswaffen sowie eine zusätzliche Schutzausrüstung (Helm, Körperschutz, Handschuhe) ermöglichen ein gefahrloses, dynamisches Kämpfen, selbst bei schnellsten Abläufen. Ein zusätzlicher Durchgang Messer gegen unbewaffnet erfolgt bei Gleichstand der beiden Kämpfer. Der Gebrauch von Waffen verschiedener Längen fördert Distanzgefühl und Vielseitigkeit.

Hier werden sämtliche Schlag-, Wurf- und Hebeltechniken zum Einsatz gebracht. Eine Schutzausrüstung verhindert auch hier Verletzungen. Der unbewaffnete Kampf fördert körperliche Ausdauer und Widerstandskraft, Schnelligkeit, Timing und Wirksamkeit der Techniken.
Ein solches System entwickelt polyvalente, kreative, physisch und geistig starke Persönlichkeiten, die sich in jeder Situation des Lebens zurechtfinden.